Japanisch essen in Berlin
In unseren Breitengraden wird japanisches Essen meist mit Sushi und rohem Fisch gleichgesetzt. Doch das ist zu kurz gegriffen. Wenn auch Reis und Meeresfrüchte die Grundlage der traditionellen japanischen Küche bilden, so ist diese doch vielfältiger als allgemein angenommen. Zudem gilt sie als äußerst gesund, da frische Zutaten sehr wichtig sind. Gewürzt wird maßvoll, um den Eigengeschmack der Speisen nicht zu unterdrücken. Speziell hierin liegt ein Unterschied zur Küche anderer asiatischer Länder.
Hier nun eine Auswahl, die einen Einblick in die Vielfalt der japanischen Küche geben soll: Da wäre zunächst einmal Sushi, das bekannte Nationalgericht Japans, das bei uns in jeder etwas größeren Stadt erhältlich ist. Nicht immer ist roher Fisch (Sashimi) enthalten. Oft bestehen die meistens als mundgerechte Häppchen angebotenen Sushi aus Seetangblättern, Reis und Gemüse. Sie werden in einer solchen Vielfalt und Farbenpracht angeboten, dass alleine ihr Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Eine andere Speise, die dabei ist, auch außerhalb Japans bekannter zu werden, ist die japanische Nudelsuppe. In Japan ist Ramen eine Art Fastfood und an jeder Ecke in kleinen Nudelsuppenküchen erhältlich. Dort bekommt man eine Schale Suppe mit chinesischen Nudeln, Gemüse, Fleisch, Fisch und einer Vielzahl anderer Zutaten. Eine schnelle und gesunder Zwischenmahlzeit, die man mitterweile auch häufiger hierzulande genießen kann, die sich aber auch mit einigen Zutaten aus dem Asienladen leicht selbst machen lässt.
Ein an Fondue erinnerndes Essen ist Shabu Shabu. Man sitzt dabei in gemütlicher Runde um einen Topf mit heißer Brühe. In diese gibt jeder nach Wunsch von den vorbereiteten Zutaten hinein. Diese bestehen beispielsweise aus dünnen Scheiben Rindfleisch, Tofu, Lauch oder anderen Gemüsen und Nudeln (z.B. Udon).
Japanische Spezialitäten
Eine Spezialität, die es in Japan vor allem in der Region um Hiroshima gibt, ist Okonimiyaki. Es handelt sich dabei um eine Art Pfannkuchen, der mit Schichten aus Weißkohl, gebratenen Nudeln, Fisch oder Fleisch und anderen Zutaten gefüllt wird. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Varianten. Das Gericht selbst zuzubereiten ist nicht einfach. Es in einem Teppanyaki-Restaurant zu essen und die Zubereitung direkt an der heißen Platte mitzuerleben ist ein Erlebnis. Hier zeigt der Koch sein Können und zerteilt die Zutaten gekonnt und oft fast schon etwas artistisch mit dem japanischenKochmesser.
Die Vielfalt der japanischen Küche ist groß. Für den Vegetarier gibt es Tofugerichte, für den Fleischliebhaber Teriyaki-Fleischspieße oder für den Liebhaber des Besonderen Fugu, den hochgiftigen Kugelfisch, den nur Köche mit einer besonderen Lizenz zubereiten dürfen.
Wer nun Interesse bekommen hat, einmal japanisches Essen zu erleben, der sollte nicht lange zögern. Es gibt auch bei uns viele japanische Restaurants, wie etwa das I Chi Ban in der Lankwitzer Straße 4 (12107 Berlin Telefon 030 / 74 10 60 06). – Guten Appetit
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